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Am 29. Dezember beginnt in Oberstdorf die 73. Vierschanzentournee. Für die Skispringer bedeutet das das erste Highlight der Saison und gleichzeitig das damit verbundene explosionsartig steigende Interesse am Skisprung-Weltcup. Alle vier Wettkämpfe zählen nämlich nicht nur als Springen der Vierschanzentournee sondern auch als normale Weltcup-Skispringen.
Die Favoriten stehen fest und sowohl Deutschland (wartet seit 2002 auf einen Gesamtsieg) als auch Österreich (wartet seit 2015 auf einen Gesamtsieg) schicken die Top-Favoriten ins Rennen. Die Schanzen sind sprungbereit, die Tickets an manchen Orten bereits ausverkauft. Die Show kann beginnen und soviel steht fest: es wird richtig spannend.
7 x in Folge hatte Österreich die Tournee von 2008/2009 bis 2014/2015 gewonnen, der letzte Sieger für Österreich war allerdings Stefan Kraft in der Saison 2014/2015. Seitdem ging der Sieg an Polen (4x, 3x Kamil Stoch, 1x Dawid Kubacki), Slowenien (1x Peter Prevc), Japan (3x Ryoyu Kobayashi) und Norwegen (1x Halvor Egner Granerud). Im vergangenen Jahr gewann zum dritten Mal der Japaner Ryoyu Kobayashi die Tournee, und zwar ohne einen einzigen der vier Wettkämpfe zu gewinnen. Kobayashi-Style sozusagen, den Grand Slam (Sieg bei allen vier Springen) hatte Kobayashi bereits bei seinem ersten Tourneesieg 2018/2019 geschafft.
Dass alle Top-Favoriten bei dieser Tournee aus Deutschland ( Pius Paschke und Andreas Wellinger) und Österreich ( Daniel Tschofenig, Jan Hoerl und Stefan Kraft) kommen, erhöht die Spnnung zusätzlich. Aber Favorit zu sein, ist bei der Vierschanzentournee nicht unbedingt ein gutes Omen, immer wieder gewannen in den vergangenen Jahren Athleten, die nicht oben auf den Favoritenlisten standen, und die Favoriten gingen leer aus. In diesem Jahr sind beispielsweise der Schweizer Gregor Deschwanden, die beiden Norweger Johann Andre Forfang und Kristoffer Eriksen Sundal und Seriensieger Ryoyu Kobayashi (nach bescheidenem Saisonauftakt) unter dem Radar der meisten Beobachter. Aber alle sind für den Gesamtsieg und die Überraschung gut.