01 | Deutschland | 1097.4 | ||
02 | Norwegen | 1075.1 | ||
03 | Österreich | 1065.9 | ||
04 | Slowenien | 1034.8 | ||
05 | Japan | 875.1 | ||
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Top-Favorit Daiki Ito hat sich den ersehnten Heimsieg geholt und hat damit einen großen Schritt getan, den FIS GP in diesem Sommer für sich zu entscheiden. In Hakuba siegte der Japaner mit 271,6 Punkten knapp vor dem erneut starken Polen Dawid Kubacki (270) und dem Tagessieger aus Wisla, Kamil Stoch (269,1), ebenfalls Polen.
"Natürlich wäre es schön jetzt auch die Gesamtwertung des Sommer Grand Prix zu gewinnen. In den letzten Jahren haben immer große Springer die Gesamtwertung gewonnen. Sehr gerne würde ich auch zu den großen Springern gehören. Aber das Hauptziel ist natürlich der Winter", sagte Ito zurückhaltend.
Japan gegen Polen heißt der Zweikampf dieses Sommers
Mit dem Wettbewerb ging der Zweikampf Japan gegen Polen wie erwartet auch auf der Olympiaschanze von 1998 weiter. Und wie 1998, damals siegte Kazuyoshi Funaki, ging der Sieg auch diesmal an die Japaner. Allerdings ist den Polen der Sieg in der Nationenwertung nach den hervorragenden Platzierungen von Kubacki und Stoch kaum mehr zu nehmen.
"Für mich war es das erste Mal auf dem Podium beim Grand Prix. Das Geheimnis der derzeit so guten polnischen Mannschaft ist top-secret", sagte Kubacki lachend. "Die größte Veränderung zwischen Sommer und Winter war meine Hochzeit, aber das Training ist fast das gleiche wie vor dem letzten Winter", erklärte Stoch.
Freund als einziger Deutscher in den Punkten
Severin Freund holte sich Rang vier und bestätigte damit seine gute Form in diesem Sommer. Allerdings hatte der Bayer mit 259,8 Zählern schon einen bedeutenden Rückstand auf das Treppchen. Freund war allerdings der einzige Deutsche, der es ins Finale geschafft hatte, eine leise Enttäuschung.
Borek Sedlak aus Tschechien sicherte sich Rang fünf, die Japaner komplettierten ihr überragendes Abschneiden mit Fumihisa Yumoto (6.), Taku Takeuchi (7.) und Shohei Tochimoto (9.). Vier Adler der Air Nippon also unter den Top Ten.
Österreichisches B-Team empfiehlt sich nicht für mehr
Bei schwülwarmen Wetter und nach einem heftigen Regenguss, der dazu führte, dass es keinen Probedurchgang gab, kam Pavel Karelin als bester Russe auf Rang acht, Harri Olli aus Finnland wurde Zehnter.
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Die österreichische B-Mannschaft, die nach Japan gereist ist, konnte sich nicht für Weltcupauftritte empfehlen. Mit Andreas Strolz (23.) holte nur ein ÖSV-Adler FIS-GP-Punkte. Die vier Slowenen zeigten sich mannschaftlich geschlossen und belegten die Ränge 24, 25, 28 und 29. Doch ein Top-Resultat sprang für die Truppe von Matjaz Zupan einmal mehr nicht heraus.
Ito auf dem Weg zum Gesamtsieg
15 der 30 Platzierten kamen aus Japan und Polen - das ist eine erdrückende Überlegenheit dieser beiden Verbände, die natürlich davon profitierten, dass Norweger und Schweizer gänzlich fehlten und viele Nationen nicht ihre Top-Athleten nach Fernost schickten.
In der FIS-GP-Wertung hat Ito bei noch drei ausstehenden Wettkämpfen mit 480 Punkten genau 100 Zähler mehr als sein ärgster Verfolger Adam Malysz, der ja im zweiten Wettbewerb am Sonntag wieder nicht punkten kann, da er die Japanreise nicht angetreten ist. Wenn Ito also am Sonntag wieder gewinnt, fehlt ihm nur noch ein Punkt aus den letzten beiden Wettbewerben, um definitiv Gesamtsieger des Sommers 2010 zu sein. Ito wäre nach Takanobu Okabe (1994) und Masahiko Harada (1997 und 1998) der dritte Japaner, dem dies gelänge.