Fakten zur Nordischen WM in Seefeld

Erstellt am: 19.02.2019 08:24 / sk

7 Medaillenentscheidung stehen in Innsbruck und Seefeld auf dem WM-Programm, so viele wie noch nie bei einer Nordischen Ski Weltmeisterschaft. Den Anfang macht der Bergisel von Innsbruck in der ersten Woche mit dem Herren-Einzelspringen am Samstag und dem Herren-Teamspringen am Sonntag. 

Folgend dann vier Entscheidungen in der zweiten Woche auf der HS 109 Toni Seelos Olympiaschanze von Seefeld. Am 26.2. das Damen-Teamspringen, am 27.2. das Damen-Einzelspringen, am 01.3. das Herren-Einzelspringen und dann als Abschluß das Mixed Teamspringen am 02.3..


Die Fakten zu Seefeld

In Seefeld in Tirol wird die Nordische Ski-Weltmeisterschaft nach 1985 zum zweiten Mal ausgetragen.

1985 gab es drei Medaillenentscheidungen für die Skispringer: Großschanze, Normalschanze und Team. Der Norweger Per Bergerud gewann von der Großschanze der Herren, Jens Weißflog gewann von der Normalschanze und Finnland siegte im Teamspringen.

Finnland gewann auch die Gesamtmedaillenwertung mit einer Gold-, einer Silber- und einer Bronzemedaille. (Ost)Deutschland und Norwegen teilten sich den zweiten Platz mit je einer Gold- und einer Bronzemedaille, während Österreich mit zwei Silbermedaillen den dritten Platz belegte.

 

Österreich will die erste Goldmedaille seit 30 jähren für die Gastnation gewinnen

Das letzte Mal, dass ein Skispringer bei einer Heim WM den Weltmeistertitel gewinnen konnte, war 1989 in Lahti, (FIN) als Jari Puikkonen (Einzeln Großschanze) und das finnische Team Goldmedaillen für Finnland holten.

Einmal konnte ein Österreicher vor heimischem Publikum einen Weltmeistertitel im Skispringen gewinnen: Karl Schnabl errang 1976 in Innsbruck den Olympiasieg der Herren auf der Großschanze, dieser Olympiasieg zählte auch gleichzeitig aus Weltmeistertitel.

 

Österreich jagt weiterhin Norwegen an der Spitze der Medaillenspiegel

Norwegen führt die Tabelle der Skisprung-WM Titel in Gold (27) und Gesamtmedaillen (80) an.

Seit Beginn dieses Jahrhunderts kommt Österreich jedoch näher und gewann 14 der 38 möglichen WM-Titel (Norwegen 3) und 29 der möglichen Medaillen (Norwegen 18).

Österreich liegt nun an zweiter Stelle auf der Rangliste der Allzeitmedaillen sowohl in Gold (20) als auch in insgesamt (55) Medaillen.

 

Japanische Skispringer auf der Suche nach dem ersten individuellen Welttitel in diesem Jahrhundert

Kein japanischer Skispringer hat einen Einzel-Weltmeistertitel im Skispringen gewonnen, seit Kazuyoshi Funaki 1999 bei der Herren-Normalschanze in Ramsau am Dachstein (AUT) die Goldmedaille gewann.

Seit dem Sieg von Funaki im Jahr 1999 haben japanische Athleten sechs Medaillen in Einzelwettbewerben (G0-S3-B3) gewonnen, einen Einzel-WM Titel gab es aber nicht mehr. Im Jahr 2013 gewann Japan den Weltmeistertitel im Mixed Normal Hill Team Event.

 

Die Fakten zum Skispringen von der Großschanze am Bergisel am Samstag, 23.02.2019

Kazuyoshi Funaki gewann 1999 von der Normalschanze, der letzte japanische Weltmeister von der Großschanze ist aber Masahiko Harada.

Harada gewann 1997 in Trondheim. Mit einem Sieg am Bergisel, dort wo Ryoyu Kobayashi im vergangenen Monat im Rahmen seines Grand-Slam Sieges bereits gewonnen hat, würde der 22-jährige also in die Fußstapfen von Harada treten.

Bisher gelang es nur zwei Skispringern im gleichen Jahr die Vierschanzentournee und den WM-Titel von der Großschanze zu gewinnen: Hans-Georg Aschenbach 1974 und Janne Ahonen 2005.

 

Stefan Kraft will den Weltmeistertitel verteidigen

Stefan Kraft ist amtierender Weltmeister von der Großschanze.

Kraft könnte nach Birger Ruud (1931-1932 & drei in Folge von 1935-1937), Helmuth Recknagel (1960-1962) und Martin Schmitt (1999-2001) der vierte Skispringer werden, der seinen Weltmeistertitel von der Großschanze erfolgreich verteidigt.

Hinweis: Ruuds Siege in den Jahren 1932 und 1936 kamen bei den Olympischen Spielen, gelten aber auch als Weltmeistertitel. Gleiches gilt für den Sieg von Recknagel 1960.

Kraft könnte nach Ruud (5), Recknagel (2), Schmitt (2) und Jacob Tullin Thams (2) der fünfte Skispringer werden, der bei den Herren mehrere Weltmeistertitel holt.

Hinweis: Ruuds Siege in den Jahren 1932 und 1936 kamen bei den Olympischen Spielen, gelten aber auch als Weltmeistertitel. Das Gleiche gilt für den Sieg von Recknagel 1960 und Thams 1924.

Als erster Österreicher konnte Kraft bei den Herren im mehrere Einzel Großschanzen Weltmeistertitel holen. Karl Schnabl (1976, Olympiasieger, aber auch Weltmeister), Andreas Felder (1987) und Gregor Schlierenzauer (2011) sind die anderen Österreicher, die in diesem Fall eine WM-Goldmedaille gewonnen haben.

 

Stoch will als amtierender Olympiasieger Weltmeister werden

Kamil Stoch ist der zweimalige amtierende Olympiasieger von der Großschanze, er gewann 2014 in Sotschi und 2018 in Pyeongchang die Goldmedaille.

Die einzigen Skispringer, die als amtierender Olympiasieger den Weltmeistertitel der Herren auf der Großschanze gewonnen haben, sind Jacob Tullin Thams (1926) und Birger Ruud (1935), 1936 und 1937) und Helmuth Recknagel (1962).

Anmerkung: Ruuds Sieg 1936 kam bei den Olympischen Spielen, gilt aber auch als Welttitel. Da er auch Olympiasieger von 1932 war, haben wir auch diesen Weltmeistertitel aufgenommen.

Stoch könnte nach Ruud (5), Recknagel (2), Thams (2) und Martin Schmitt (2) der fünfte Skispringer werden, der bei den Herren mehrere Weltmeistertitel holt.

Hinweis: Ruuds Siege in den Jahren 1932 und 1936 kamen bei den Olympischen Spielen, gelten aber auch als Weltmeistertitel. Gleiches gilt für den Sieg von Recknagel 1962 und Thams 1924.

 

Norwegen hofft auf ein Ende der Durststrecke bei Weltmeistertiteln

Norwegen hat bei den Herren 20 Weltmeistertitel von der Großschanze gewonnen, mindestens 12 mehr als jedes andere Land (Finnland folgt, 8). Die norwegischen Skispringer haben aber bei den letzten 11 WM-Entscheidungen nicht mehr gewonnen

Der letzte norwegische Skispringer, der den Weltmeistertitel der Herren auf Großschanze gewann, war der damals 17-jährige Tommy Ingebrigtsen, der 1995 in Thunder Bay gewann.

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