Ryoyu Kobayashi nicht zu schlagen

Erstellt am: 02.12.2018 18:03 / sk

Der 22-jährige Ryoyu Kobayashi aus Japan bleibt der Mann des Winters. Bei seinem überlegenen Sieg im zweiten Wettkampf von Nizhny Tagil sorgte Kobayashi von Beginn an für klare Verhältnisse. Bester Sprung in beiden Durchgängen, dazu der Sieg in der Qualifikation, die unmittelbar vor dem Wettkampf stattfand. Kobayashi war an diesem Tag nicht zu schlagen.
Für den Norweger Johann Andre Forfang und den Polen Piotr Zyla blieben die Plätze zwei und drei.


Mit seinem Tagessieg feierte Kobayashi seinen insgesamt dritten Weltcupsieg, alle in der laufenden, noch jungen, Saison. Kobayashi stand bei allen fünf Wettkämpfen dieses Winters auf dem Podest. Im Siegerinterview gab sich der neue Überflieger gewohnt zurückhaltend: „Mir sind heute drei gute Sprünge gelungen und darüber bin ich sehr glücklich,“ so der jüngere der beiden Kobayashi Brüder nach dem Wettkampf. Mit Johann Andre Forfang und Piotr Zyla sowie Tagessieger Kobayashi standen die gleichen Athleten auf dem Podium von Nizhny Tagil wie am Samstag, nur in anderer Reihenfolge.

Der Tagessieger vom Samstag, der Norweger Johann Andre Forfang, fasste sein Wochenende wie folgt zusammen: „Der größte Unterschied zu gestern war, dass die Bedingungen heute etwas ruhiger waren und dass es heute etwas wärmer war. Die Anlage hier ist wirklich hervorragend hergerichtet und ich denke, dass man bei guten Windbedingungen noch deutlich weiter springen kann als den bestehenden Schanzenrekord von 141,5 Metern“.

Auf Platz drei der Tageswertung setzte der Pole Piotr Zyla seine hervorragende Serie der vergangenen Wettkämpfe fort. Im Gesamtweltcup konnte Zyla seinen Teamkollegen Kamil Stoch, der heute erneut auf Platz vier landete, überholen. „Die Bedingungen waren heute etwas anders als gestern, die Wettkampf heute war aber wieder richtig gut,“ so Zyla der nun hinter Kobayashi auf Platz zwei im Gesamtweltcup liegt.

Karl Geiger war bester DSV Springer auf Platz fünf, Markus Eisenbichler und Andreas Wellinger auf den Plätzen 10 und 13 sorgten für ein gutes Mannschaftsergebnis der deutschen Skispringer. Ganz zufrieden durfte das deutsche Team aber angesichts der Plätze 25 (Stephans Leyhe), 29 (David Siegel), 30 (Severin Freund) und 31 (Richard Freitag) nicht sein. Richard Freitag war im ersten Durchgang nach der Landung gestürzt, glücklicherweise aber unverletzt geblieben.

Seine starke Form konnte einmal mehr der junge Finne Antti Aalto unter Beweis stellen. Platz 6 für den Finnen heute war mehr als ein Lebenszeichen, Aalto springt auf enorm starkem Niveau und etabliert sich langsam aber sicher in den Top 10. Wisla-Sieger Evgeniy Klimov meldete sich nach kurzer Mini-Krise auf Platz 8 in der Weltcpitze zurück. In Neustadt kann man wieder mit dem Russen ganz vorne rechnen.

Im Gesamtweltcup führt Ryoyu Kobayashi nach 5 Wettkämpfen deutlich mit 420 Punkten vor Piotr Zyla (285) und Kamil Stoch (276).
Im Nationencup führt Polen mit 1125 Punkten vor Deutschland (1035 Punkte) und Japan mit 758 Punkten.

Der Weltcup geht am kommenden Wochenende in Titisee-Neustadt (GER) weiter.

Komplettes Ergebnis

Siehe auch

Statistiken

Weitester Sprung
134.0m
Prevc, Domen (SLO)
Kürzester Sprung
107.5m
Pavlovcic, Bor (SLO)
Durchschnittliche Weite
121.5m
Sprünge über K-Punkt
70.4%
Anzahl Nationen
14
Anzahl Nationen in den Top 10
6
Beste Nation in den Top 30
6
Deutschland
Für Kobayashi, Ryoyu ist es der erste Sieg seit
25.11.18
Ruka
Für Japan ist es der erste Sieg seit
25.11.18
Kobayashi, Ryoyu (JPN) Ruka