| 01 | Tschofenig, D. | ![]() |
278.3 | |
| 02 | Raimund, P. | ![]() |
277.1 | |
| 03 | Kraft, S. | ![]() |
272.7 | |
| 04 | Ortner, M. | ![]() |
261.8 | |
| 05 | Deschwanden, G. | ![]() |
258.7 | |
| Ganzes Ergebnis » | ||||
Die kommende Wintersaison bringt eine historische Ausgabe der Vierschanzentournee: Zum 75. Mal wird der prestigeträchtige Wettbewerb auf den Schanzen in Deutschland und Österreich ausgetragen. Die Jubiläumstournee 2026/27 wird dabei gleich aus zwei Gründen etwas Besonderes. Erstmals kämpfen auch die Frauen bei einer vollständigen Vierschanzentournee um den Goldenen Adler. Gleichzeitig werden erstmals alle vier Männer-Wettkämpfe unter Flutlicht ausgetragen.
Die Einführung einer Vierschanzentournee für Frauen war über Jahre hinweg diskutiert worden. Eine der größten Herausforderungen bestand darin, gemeinsam mit den Veranstaltern der österreichischen Tournee-Stationen eine Lösung für die Durchführung der zusätzlichen Wettbewerbe zu finden.
In den vergangenen Jahren gab es für die Skispringerinnen bereits verschiedene kleinere Tournee-Formate. In den Wintern 2021/22 und 2022/23 wurde die Silvestertournee in Villach und Ljubno ausgetragen. In den Spielzeiten 2023/24, 2024/25 und 2025/26 folgte die Two-Nights-Tour mit Wettbewerben in Garmisch-Partenkirchen und Oberstdorf.
Im Winter 2026/27 ist es nun so weit: Die Frauen bestreiten erstmals eine komplette Vierschanzentournee. Dabei folgen sie derselben Reihenfolge wie die Männer. Der Auftakt findet in Oberstdorf statt, anschließend geht es nach Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck. Die Entscheidung um den Goldenen Adler fällt traditionell in Bischofshofen.
Für die Frauen gelten während der Vierschanzentournee besonders strenge Startquoten. In den Qualifikationen dürfen maximal 40 Athletinnen antreten. Deutschland und Österreich können dabei keine zusätzlichen nationalen Quotenplätze nutzen.
Die Startplätze für die Tournee werden auf Grundlage der Top 40 der FIS-Zuteilungsliste nach dem letzten Weltcup-Wochenende vor Weihnachten in Engelberg vergeben.
Auch bei den Frauen kommt das für die Vierschanzentournee typische K.o.-System zum Einsatz. 30 Springerinnen qualifizieren sich für den ersten Wertungsdurchgang und treten dort in 15 K.o.-Duellen gegeneinander an. Für das Finale qualifizieren sich die 15 Siegerinnen der Duelle sowie die fünf besten unterlegenen Athletinnen als „Lucky Loser“. Damit stehen im zweiten Durchgang 20 Springerinnen.
Bei den Männern werden die Regelungen für die nationalen Quoten ebenfalls verschärft, allerdings weniger stark als bei den Frauen. Deutschland und Österreich erhalten weiterhin die Möglichkeit, bei ihrer Heimtournee zusätzliche Athleten über die nationale Gruppe einzusetzen.
Für die Qualifikationen der vier Männer-Wettbewerbe werden jeweils etwa 65 bis 66 Springer erwartet. Wie bisher qualifizieren sich die besten 50 Athleten für den Wettkampf.
Im ersten Durchgang treten sie in 25 K.o.-Duellen gegeneinander an. Die 25 Duellsieger sowie die fünf besten „Lucky Loser“ erreichen den Finaldurchgang der besten 30.
Die Aufnahme der Frauen in die Vierschanzentournee macht auch eine grundlegende Anpassung des Zeitplans notwendig. Nach dem vorläufigen Programm erstreckt sich jede der vier Tournee-Stationen künftig über drei Tage.
Der erste Tag ist jeweils für das offizielle Training der Frauen vorgesehen. Am zweiten Tag absolvieren zunächst die Männer ihr Training. Anschließend folgen die Qualifikation der Frauen und deren Wettkampf. Den Abschluss des Tages bildet die Qualifikation der Männer.
Am dritten Veranstaltungstag stehen schließlich der Probedurchgang und der Wettkampf der Männer auf dem Programm.
Eine weitere Neuerung betrifft die Startzeiten der Männer. Erstmals in der 75-jährigen Geschichte der Vierschanzentournee werden alle vier Männer-Wettbewerbe unter Flutlicht ausgetragen.
In Oberstdorf und Bischofshofen ist dies bereits seit der Saison 2004/05 üblich. Zur Jubiläumsausgabe ziehen nun auch Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck nach. Alle vier Männer-Wettkämpfe sind einheitlich für 16:30 Uhr angesetzt.
Damit verschwindet auch eine der großen Traditionen der Tournee: Das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen wird nicht mehr wie über Jahrzehnte hinweg am frühen Nachmittag, sondern erstmals am späten Nachmittag unter Flutlicht entschieden.
Der Vorverkauf für die österreichischen Stationen in Innsbruck und Bischofshofen beginnt am Freitag, 21. August. Tickets für die beiden deutschen Tournee-Stationen Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen sollen ab dem 1. September erhältlich sein.
Oberstdorf (HS137)
Sonntag, 27. Dezember 2026
Montag, 28. Dezember 2026
Dienstag, 29. Dezember 2026
Garmisch-Partenkirchen (HS142)
Mittwoch, 30. Dezember 2026
Donnerstag, 31. Dezember 2026
Freitag, 1. Januar 2027
Innsbruck (HS128)
Freitag, 1. Januar 2027
Samstag, 2. Januar 2027
Sonntag, 3. Januar 2027
Bischofshofen (HS142)
Montag, 4. Januar 2027
Dienstag, 5. Januar 2027
Mittwoch, 6. Januar 2027
Mit der Premiere der Frauen und den vier Flutlicht-Wettbewerben der Männer steht die Vierschanzentournee damit vor einer der größten Veränderungen ihrer Geschichte. Gerade zur 75. Ausgabe verbindet der traditionsreiche Wettbewerb sein bewährtes K.o.-Format mit einem deutlich erweiterten Programm – und erstmals werden am Ende sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern Tourneesieger gekürt.