Wir verwenden Cookies, um Ihnen ein optimales Nutzererlebnis zu bieten und Social Media einzubinden. Privacy Policy

Berkutschi Premium Partners

Thea Minyan Bjørseth zurück auf der Schanze: Erster Sprung nach 545 Tagen

Erstellt am: 15.08.2026 06:00 / kb

Thea Minyan Bjørseth hat einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zurück in den Skisprungsport gemacht. Nach ersten vorsichtigen Sprüngen auf einer K-10-Schanze Ende Juni kehrte die Norwegerin nun in kompletter Sprungausrüstung auf die Normalschanze in Lillehammer zurück. Für die 22-Jährige war es nach eigenen Angaben der erste richtige Skisprung seit 545 Tagen.

Ende Juni hatte Bjørseth erstmals seit ihrer schweren Verletzung wieder Kontakt mit einer Schanze aufgenommen. Auf einer kleinen K-10-Anlage absolvierte sie damals noch ohne Skisprunganzug erste vorsichtige Versuche. Es war einer von vielen kleinen Schritten während ihrer langen Rehabilitation.

Nun folgte der bislang bedeutendste Fortschritt: Bjørseth zog erstmals wieder den Sprunganzug und die komplette Ausrüstung an und wagte sich auf die Normalschanze des Olympiakomplexes von Lillehammer.

„Es sind 545 Tage seit meinem letzten Sprung vergangen. Heute bin ich zurückgekehrt!“, schrieb die sichtlich erleichterte Norwegerin anschließend in den sozialen Medien.

Der Weg zurück sei lang gewesen und habe ihr körperlich wie mental enorm viel abverlangt. Bjørseth sprach von unzähligen Stunden harter Arbeit, schwierigen Momenten und einer mentalen Herausforderung, deren Ausmaß sie sich zuvor nicht hätte vorstellen können.

„Ich bin dankbar für jeden Menschen, der mich unterstützt hat und Teil dieser Reise war, die einer Achterbahnfahrt gleicht“, erklärte sie. Wieder einen richtigen Skisprung absolviert zu haben, fühle sich surreal an. Gleichzeitig sei sie glücklich, diesen Punkt erreicht zu haben. Nun wolle sie darauf aufbauen und Schritt für Schritt die nächsten Ziele angehen.

Schwerer Sturz stoppte Bjørseths beste Saison

Bjørseth befindet sich seit ihrem folgenschweren Sturz beim Weltcup im slowenischen Ljubno im Februar 2025 in Rehabilitation. Im Finaldurchgang sprang die Norwegerin damals auf 94,5 Meter, stürzte jedoch bei der Landung schwer.

Die Diagnose fiel dramatisch aus: Bjørseth erlitt eine Verrenkung des linken Knies sowie Risse des vorderen und hinteren Kreuzbandes und des Innenbandes. Zudem wurden beide Menisken beschädigt. Darüber hinaus zog sie sich eine Verrenkung des Ellenbogens und mehrere Bänderverletzungen im Arm zu.

Besonders bitter: Der Unfall ereignete sich in der bis dahin stärksten Phase ihrer Karriere. In der Saison 2024/25 hatte Bjørseth vier Podestplätze im Weltcup erreicht und lag vor der Heim-Weltmeisterschaft in Trondheim auf Rang fünf der Gesamtwertung.

Durch die schwere Verletzung verpasste sie nicht nur die Weltmeisterschaften vor heimischem Publikum, sondern anschließend auch die komplette Olympiasaison.

Zeitpunkt des Comebacks noch offen

Für die Saison 2026/27 gehört Bjørseth wieder zum norwegischen Nationalteam. Wann sie tatsächlich in den Wettkampfbetrieb zurückkehren kann, steht allerdings noch nicht fest. Nach der Schwere ihrer Verletzungen erfolgt der Aufbau weiterhin behutsam und ohne öffentlich kommunizierten Zeitplan für ein Comeback.

Der Sprung auf der Normalschanze von Lillehammer ist dennoch ein bedeutender Meilenstein. 545 Tage nach ihrem schweren Unfall ist Thea Minyan Bjørseth damit dem Ziel, wieder als Wettkampfspringerin auf der Schanze zu stehen, einen großen Schritt näher gekommen.

source:skijumping_onet|id:38966

 

Neueste Nachrichten