Comeback von Kenneth Gangnes verzögert sich

Erstellt am: 05.10.2018 12:17 / sk

Kenneth Gangnes, der sich im vergangenen November zum wiederholten Male einen Kreuzbandriss zugezogen hatte, muss nun sein lang erwartetes Comeback auf Grund einer Oberschenkelverletzung verschieben.


"Ich werde nicht springen, bevor ich bei 100 % bin, ich muss komplett bereit sein dafür. Das ist auf Grund der Oberschenkelprobleme im Moment nicht der Fall", so der Norweger. "Es sieht aus als hätte ich eine Sehnenverletzung. Ich weiß nicht, wann ich wieder springen kann. Es kann ein paar Tage dauern, aber auch ein paar Wochen. Vielleicht wird es erst gehen wenn schon Schnee liegt, ich schließe aber auch ein früheres Comeback nicht aus."

 

Der 29-jährige Gesamtweltcup-Dritte der Saison 2015/16, der schon so oft von schweren Verletzungen zurückgeworfen wurde, kann es auf jeden Fall kaum erwarten wieder auf die Schanze zurückzukehren und beim Team dabei zu sein. "Es ist hart so lange auszufallen. Es ist schwer den anderen Jungs während der Sommersaison zuzusehen, während ich nicht das machen kann was ich am meisten im Leben liebe: Skispringen. Ich habe so viel Zeit und Energie investiert und kann immer noch nicht das machen, was ich will. Ich vermisse es mit meinen Teamkollegen zu reisen. Es ist komisch seine Kleidung aus dem Schrank zu holen, wenn man es gewohnt ist aus dem Koffer zu leben."

 

Für die kommende Saison hat sich Kenneth Gangnes gute Ergebnisse im Weltcup zum Ziel gesetzt. Die Weltmeisterschaften in Seefeld sowie die RAW AIR Tour in Norwegen sorgen bei ihm noch für zusätzliche Motivation auf dem langen Weg zurück nach einer weiteren schweren Verletzung.



"Dieser Sommer lief nicht nach Wunsch"

Und auch abgesehen von der unerwartet langen Zwangpause für Kenneth Gangnes verlief der Sommer für die Skispringer aus Norwegen nicht nach Wunsch.

"Dieser Sommer ist wirklich nicht so gelaufen, wie wir uns das erhofft hatten", erklärt Clas-Brede Brathen, der Spordirektor der Abteilung Skispringen im Norwegischen Ski Verband. "Wir hatten nie das ganze Team zusammen, weil immer irgend jemand verletzt war. Das war auch der Grund dafür, dass wir den Fokus nicht wie gewohnt auf die Wettkämpfe im FIS Grand Prix legen konnten.
Wir waren bei zwei Wettkämpfen in diesem Sommer gar nicht am Start.

 

Ausser Kenneth waren auch Johan André Forfang und Andreas Stjernen im Lauf des Sommers verletzt, Daniel Andre Tande war ernsthaft erkrankt (News: Schwierige Zeiten für Daniel Andre Tande
"Dafür haben wir beim Finale in Klingenthal dann die bittere Quittung bekommen, als zwei unserer Athleten disqualifiziert wurden. Es ist nicht gut für die Athleten, dass wir nicht oft genug vor Ort waren," analysiert Brathen die Situatuion als in der Qualifikation am Dienstag in Klingethal zunächst Skiflug-Weltmeister Daniel Andre Tande und dann auch Team-Olympiasisger Robert Johansson wegen nicht regelkonformer Wettkampfanzüge disqualifiziert wurden.   

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