Die Jagd nach dem Gesamtweltcup

Erstellt am: 29.02.2012 20:33 / os
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Österreich
892.1
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Deutschland
878.1
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Polen
877.5


Am Wochenende stehen die Skispiele in Lahti auf dem Programm und damit biegt die Saison so langsam auf die Zielgerade. Für die meisten Athleten, vor allem für die Finnen vor ihrem fachkundigen Publikum, geht es nur noch darum, ein paar gute Wettkämpfe abzuliefern um die Saison mit einem guten Gefühl zu beenden.

 

Doch für drei Springer gibt es noch ein richtig großes Ziel: Den Sieg im Gesamtweltcup.

 

So spannend wie in dieser Saison war es schon richtig lange nicht mehr. Zuletzt waren im Jahr 2006 die ersten Drei (Jakub Janda, Janne Ahonen und Andreas Küttel) weniger als 200 Punkte auseinander. Jetzt - im Jahr 2012 - sind die ersten Drei weniger als 80 Punkte voneinander getrennt. Und für diese Drei gilt es natürlich jetzt in besonderem Maße, Top-Leistungen zu zeigen.

 

Bardal wäre erst der dritte Norweger, der den Gesamtweltcup gewinnt

 

Anders Bardal (1.139) springt derzeit in Gelb, er hat mehrere große Motivationshilfen für die restlichen Springen. Zum Einen ist der letzte norwegische Weltcup-Gesamtsieger - man glaubt es kaum - Espen Bredesen. Der siegte 1993/94. Überhaupt hat es bis heute erst zwei Norweger gegeben, die den Weltcup gewannen. Außer Bredesen war dies noch Vegard Opaas, der 86/87 triumphierte. Bardal wäre also erst der dritte 'Wikinger' ganz oben.

 

Die Schanze in Lahti »

 

Zum Zweiten ist Bardal bei den bisherigen Saisonhighlights jeweils leer ausgegangen. Er springt die stärkste Saison seines Lebens, doch weder bei der Vierschanzentournee noch bei der Skiflug-WM im eigenen Land schaffte er es unter die Top Drei. Der Sieg im Gesamtweltcup wäre ein schöner Trost.

 

Schlierenzauer und Kofler: Umgekehrte Vorzeichen

 

Seine Konkurrenten heißen Gregor Schlierenzauer (1.095) und Andreas Kofler (1.061). Schlierenzauer könnte seine Top-Saison mit dem Weltcupsieg krönen. Er gewann die Tournee und kommt aus Norwegen als Team-Weltmeister zurück. Es wäre sein zweiter Weltcup-Gesamtsieg.

 

Kofler hat wie Bardal noch nie eine Saison in Gelb beendet. Und die Vorzeichen sind diesmal umgekehrt bei den beiden Tirolern. Normalerweise holt sich Schlierenzauer beim Skifliegen das nötige Selbstvertrauen für die kleineren Anlagen. Doch diesmal war es Kofler, der auf dem Riesenbakken in Vikersund tolle Flüge zeigte. Kofler galt bisher nicht als ausgewiesener Flieger.

 

Kofler freut sich aufs Fliegen - Schlierenzauer auf kleinere Schanzen

 

Und so ist es verwunderlich, dass es Schlierenzauer war, der sagte: "Jetzt freue ich mich auf die kleineren Schanzen. Und es war Kofler, der meinte: "Ich bringe vom Fliegen viel Selbstbewusstsein für die letzten Wettkämpfe mit." Umgekehrte Vorzeichen bei den beiden Schützlingen von Markus Maurberger.

 

Es stehen in der Sprungzeit 2011/12 noch sieben Wettkämpfe aus, darunter zwei Teamspringen. In Lahti wird es einen Mannschaftswettbewerb und einen Einzelwettkampf geben.

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