| 01 | Embacher, S. | ![]() |
459.1 | |
| 02 | Naito, T. | ![]() |
446.8 | |
| 03 | Forfang, J. | ![]() |
443.7 | |
| 04 | Langmo, I. | ![]() |
442.8 | |
| 05 | Prevc, D. | ![]() |
439.2 | |
| Ganzes Ergebnis » | ||||
Vikersund. Stephan Embacher hat beim Skifliegen in Vikersund den bislang größten Erfolg seiner Karriere gefeiert. Der 20 Jahre alte Österreicher gewann den ersten Männer-Wettkampf des Wochenendes auf der HS 240 mit 459,1 Punkten und Flügen auf 232,0 und 225,0 Meter.
Hinter ihm landeten Tomofumi Naito aus Japan mit 446,8 Punkten sowie Johann Andre Forfang aus Norwegen mit 443,7 Punkten auf dem Podium. Für Embacher war es der erste individuelle Weltcupsieg seiner Laufbahn.
Der Wettbewerb auf dem Monsterbakken lebte dabei von seiner eigenen Dramaturgie. Embacher legte schon im ersten Durchgang mit 232 Metern und 218,7 Punkten die Bestmarke vor.
Naito segelte zwar auf die Tagesbestweite von 240,0 Metern, lag nach Runde eins mit 203,3 Punkten aber nur auf Rang vier.
Forfang hielt sich mit 239,0 Metern als Zweiter in Schlagdistanz, Domen Prevc war nach einem vergleichsweise kurzen ersten Flug Dritter.
Im Finale griff Naito mit 230,0 Metern und den besten Durchgangspunkten noch einmal an, auch Isak Andreas Langmo flog sich mit 232,5 Metern beinahe noch aufs Podest.
Embacher aber hielt dem Druck stand: Seine 225 Meter im zweiten Versuch reichten, um den Sieg nach Hause zu bringen.
Prevc fiel am Ende auf Rang fünf zurück.
Embacher beschrieb seinen Tag im Anschluss bei der FIS als einen, an dem vom Probedurchgang an alles zusammengepasst habe. Skifliegen sei für ihn etwas ganz Besonderes, sagte der Österreicher, und genau dieses Gefühl war seinem Auftritt anzumerken: kein überhasteter Angriff, keine wilde Jagd nach Maximalweite, sondern zwei kontrollierte Flüge, sauber in Haltung und Timing. Gerade das machte seinen Sieg so überzeugend.
Naito bestätigte derweil eindrucksvoll, dass sein Premierensieg von Oslo keine Eintagsfliege war.
Der 33‑Jährige erklärte, Vikersund sei seit seiner Kindheit eine Traumschanze für ihn; entsprechend groß sei die Freude über zwei starke Sprünge und die 240-Meter-Marke gewesen.
Besonders bemerkenswert: Naito sagte auch, dass es erst seine erste Saison im Skifliegen sei. Forfang wiederum zeigte sich zufrieden mit seinem dritten Platz und betonte, wie sehr er das Fliegen unter solchen Bedingungen genieße.
Für Embacher ist der Triumph auch deshalb so bedeutend, weil er die Entwicklung dieses Winters noch einmal zuspitzt. Der Österreicher war in Kulm vor drei Wochen zweimal Zweiter geworden und hatte sich damit bereits als Spezialist auf den ganz großen Schanzen angekündigt.
In Vikersund folgte nun der nächste Schritt: der erste Sieg im Einzel-Weltcup. Gleichzeitig übernahm Embacher auch die Führung im Skiflug-Weltcup und liegt nun 15 Punkte vor Domen Prevc.
Aus deutscher Sicht verlief der Wettkampf solide, aber ohne Podiumsnähe. Andreas Wellinger belegte Rang sieben, Karl Geiger wurde Neunter, Philipp Raimund kam auf Platz 18, Pius Paschke auf Rang 26. Für zusätzliche Schlagzeilen sorgte die Disqualifikation von Ryoyu Kobayashi, der nicht gewertet wurde.
Endergebnis FIS Skifliegen in Vikersund (NOR) am 21. März 2026
Johan Andre Forfang
Naito, Tomofumi (JPN)
Mogel, Zak (SLO)
Österreich