| 01 | Prevc, D. | ![]() |
303.1 | |
| 02 | Hoerl, J. | ![]() |
287.7 | |
| 03 | Embacher, S. | ![]() |
287.1 | |
| 04 | Nikaido, R. | ![]() |
284.1 | |
| 05 | Kobayashi, R. | ![]() |
277.8 | |
| Ganzes Ergebnis » | ||||
Der Slowene Domen Prevc kann sich bei der 74. Vierschanzentournee nur noch selber schlagen, das steht fest.
Gewonnen ist die Tournee für den coolen Prevc allerdings trotzdem noch nicht, ein kleiner Fehler kann beim Skispringen viele Meter und viele Punkte kosten - den müsste Prevc aber erst machen, und danach sieht es derzeit nicht aus. Prevc springt wie ein Uhrwerk..
Kann der 26-jährige als vierter Athlet nach Sven Hannawald, Kamil Stoch und Ryoyu Kobayashi den Grand Slam schaffen?
Die beiden deutschen Karl Geiger und Andreas Wellinger kämpfen dagegen weiter mit ihrer Form, springen hinterher..
Bei der nächsten Station, am Schicksalsberg der Deutschen ( so genannt, weil oft die Gesamtsieg-Träume der deutschen Skispringer dort frühzeitig endeten) in Innsbruck, werden aber beide dabei sein.
Dafür präsentieren sich Philipp Raimund und Felix Hoffmann weiter stark.
Das sagen Philipp Raimund, Felix Hoffmann und Bundestrainer Stefan Horngacher nach dem zweiten Wettkampf der Tournee:
Philipp Raimund
"Die Sprünge heute waren eigentlich auf einem echt, echt hohen Level. Ich frage mich aber selber ein bisschen: wo sind die restlichen 5 Meter bzw. 15 Meter zum Domen. Aber nichtsdestotrotz, ich glaube, meine Sprünge sind auf einem hohen Level. Nach wie vor genauso, wie ich im Sommer angefangen habe, über den Winter hinweg. Ich bin, glaube ich, saustabil und das macht mich dieses Jahr echt happy."
Jetzt kommt der "Schicksalsberg", der Bergisel als nächste Station..
"Schicksalsberg hin oder her. Ich glaube, ich werde den Ring ins Feuer werfen. Ne, also, ich mag Innsbruck. Ich habe noch nie ein Problem mit Innsbruck gehabt. Deswegen, ich freue mich auf den kommenden Wettkampf. Aber auf die Gesamtwertung muss man, glaube ich, nicht gucken, weil im Endeffekt, in Bischofshofen ist die Geschichte erst geschrieben. Und von dem her lasse ich noch die zwei Wettkämpfe über mich ergehen. Beziehungsweise, ich werde die zwei Wettkämpfe noch mitperformen und dann geht es weiter".
Dann haben Sie mir noch eine Frage. Wir haben hier unten immer wieder geschaut, okay, welches Gate ist es jetzt? Wie fair war es? Wie haben Sie das wahrgenommen oben?
"Ja, ich habe es ehrlich gesagt gar nicht wahrgenommen, ob es jetzt fair war oder nicht. Ich habe nur mitbekommen, dass es anscheinend ziemlich gewechselt hat. Ich habe auch von oben, bevor ich gesprungen bin, gesehen, dass die Windfahnen ziemlichen Rückenwind über dem Eck angezeigt haben. Aber ich habe mir gedacht, ach, scheiß drauf, mein Sprung, das wird dann trotzdem funktionieren. Und tatsächlich war es genau so.".
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Felix Hoffmann
"Ich würde sagen, es war ähnlich gut wie in Oberstdorf. Nicht hundertprozentig vom Timing oben gepasst, aber trotzdem den Rest gut runtergebracht. Heute schön gelandet und bin doch durchaus zufrieden".
Wie gut tut das zu spüren, dass man auch, wenn man mal so einen kleinen Fehler drin hat, wie Sie ansprechen, trotzdem im Konzert der ganz Großen mitspielt?
"Ja, es tut gut. Natürlich will man die Fehler nicht machen, aber auch nicht vermeiden, weil die passieren dann halt und dann muss man den Rest trotzdem so weitermachen, wie eigentlich der Plan war. Und das ist mir, glaube ich, ganz gut gelungen. Haben die anderen heute ein bisschen besser hingekriegt. War trotzdem wieder ein enges Rennen, bis auf vielleicht den Domen vorneweg. Der Jan hat heute auch ein bisschen Punkte gut gemacht.
Es ist ja nicht so, dass Sie komplett neu im Skisprungzirkus sind. Sie haben sich viel erarbeitet. Wie schön ist diese Payback-Phase jetzt?
"Sehr schön. Vor allem auch jetzt die Wettkämpfe bei der Tournee mit den wirklich Zuschauermassen, das aufzusaugen und das für sich gut nutzen zu können. Da bin ich schon stolz, dass mir das jetzt so gelingt, weil dadurch die Jahre vorher, wenn man dann einmal reinrutscht und bei der Tournee dann in der Nationalen Gruppe starten darf, kann man sich dann ja keinen Fehler erlauben, man ist voll angespannt, dann klappt es mal nicht und man ist total unzufrieden, weil man weiß, man kann es besser. Und das jetzt im Wettkampf so entspannt angehen zu können, das macht es auch deutlich leichter".
Jetzt geht es zumindest von den Medien immer als Schicksalsberg der Deutschen titulierten BergIsel. Wie groß ist trotzdem die Vorfreude bei Ihnen?
"Ja, ich freue mich doch, weil wir ja öfters zum Training dort sind. Ich mag die Schanze in Innsbruck und mal gucken, wie es dann in Innsbruck vor Ort geht, was der Wind mit uns macht."
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Stefan Horngacher
"Ich kann eigentlich zufrieden sein. Meine zwei besten Springer haben stabil und eine gute Leistung gebracht heute. Heute hat es nicht gereicht für das Podest aber ganz vorne mitzuspringen ist, glaube ich, schon sehr, sehr schwer.
Es ist ein sehr hohes Niveau und wir haben zwei Leute dabei, da können wir zufrieden sein".
Inwieweit überrascht Sie die Coolness der beiden?
"Ja, es ist jetzt nicht wahnsinnig überraschend. Ich finde, sie kommen gut zurecht mit der ganzen Kulisse hier und mit dem Druck, der ja doch irgendwo vorhanden ist. Aber sie haben sich ja über den Saisonbeginn schon gut stabilisiert. Ich glaube, das ist eine ganz große Stärke, die wir aktuell haben, dass wir zwei sehr stabile Springer haben. Und denen kann aktuell nichts anhaben, der ganze Rummel hier. Die machen ihr Zeug und das taugt uns".
Es ist ja doch nochmal etwas anderes, hier zu springen, als vor 150, 250 Zuschauern in Lillehammer zum Beispiel.
"Ja, definitiv. Die Zuschauer machen viel aus. Und natürlich auch die ganzen Journalisten und Medienrummel. Man liest ja rundherum sehr viel. Da kommt ja viel dazu. Aber ich muss sagen, sie gehen mit der Sache sehr gut um und das passt. Sie waren deutlich näher dran als wir".
Es wurde sehr viel am Gate verändert. Wie haben Sie das wahrgenommen und wie fair waren die Bedingungen insgesamt?
"Die Bedingungen waren eigentlich prinzipiell fair. Es war mal ein bisschen mehr Rückenwind, mal ein bisschen weniger Rückenwind. Die Jury hat dann versucht, die unterschiedlichen Verhältnisse mit der Luke auszugleichen. Es war kein großer Unfairness oder Fairness-Vorteil da. Ich denke, es war okay. Der beste Springer hat gewonnen und dann ist es okay".
Der beste Springer, Experte Andreas Bauer sagt, der kann sich einen halben Adler schon mitnehmen. Würden Sie da mitgehen oder vielleicht sogar schon ein bisschen mehr im Zuschuss?
"Nein, nein, den wollen wir nicht mitgehen. Wir wollen uns in eine gute Position bringen, um vielleicht, wenn irgendwo ein Fehler entsteht, den ausnutzen zu können".
Jetzt haben wir viel über die Jüngeren gesprochen, die viel Freude machen. Sie müssen jetzt noch eine Entscheidung treffen, wer mit nach Innsbruck fährt. Karl Geiger hat gesagt, wir müssen Sie fragen. Andi Wellinger meinte, wir haben schon mal ein bisschen geredet. Können Sie uns schon etwas verraten?
"Ja, ich kann es schon verraten. Also Karl Geiger, Andi Wellinger, Pius Paschke plus Hoffmann und Raimund werden in Innsbruck dabei sein".
Felix Hoffmann