"Eine großartige Möglichkeit"

Erstellt am: 24.03.2016 19:34 / sb

Der Österreicher Stefan Horngacher ist ab der kommenden Saison neuer Cheftrainer der polnischen Skispringer. Der 46-jährige, in seiner aktiven Zeit zweimal Mannschaftsweltmeister, war bereits von 2004 bis 2006 als Trainer des B-Teams in Polen aktiv. Anschließend arbeitete er für den deutschen Skiverband und war zuletzt Co-Trainer von Werner Schuster.


Stefan Horngacher neuer Cheftrainer in Polen 

 

Berkutschi: Herr Horngacher, wie kam es zu ihrer neuen Tätigkeit als Cheftrainer des polnischen Teams?
Stefan Horngacher: Nachdem Lukasz Kruczek bekannt gegeben hat, nicht mehr zur Verfügung zu stehen, hat sich der polnische Verband Gedanken über seinen Nachfolger gemacht. Beim Weltcup in Wisla hat mich dann der Präsident des Verbandes, Apoloniusz Tajner, zum ersten Mal angesprochen und gefragt, ob ich mir diese Aufgabe vorstellen könnte. Nachdem ich mich mit meiner Familie besprochen hatte, habe ich schließlich zugesagt.

 

Statistik Stefan Horngacher

 

Berkutschi: Wie schwer fällt ihnen der Abschied vom Deutschen Skiverband?
Horngacher: Das ist tatsächlich kein einfacher Schritt. Ich war für eine lange Zeit in Deutschland tätig, durfte sehr viel Erfahrung sammeln und viele Erfolge feiern. Es fühlt sich immer noch komisch an. Aber gleichzeitig bietet sich mir mit der Aufgabe in Polen eine großartige Möglichkeit, die ich wahrnehmen möchte. Ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste (lacht). Die Verantwortung als Cheftrainer hat einen großen Reiz.

 

Berkutschi: Können Sie bereits sportliche Ziele benennen?
Horngacher: Zunächst einmal geht es darum, ein harmonisches Trainerteam zusammen zu stellen. Ich brauche Leute mit ähnlichen Vorstellungen. Wir müssen gemeinsam an einem Strang ziehen. Wenn dieses Team steht, werden wir gemeinsam unsere Ziele formulieren.

 

Berkutschi: Haben sie bereits Kandidaten für dieses Trainerteam?
Horngacher: Ich habe mir natürlich bereits Gedanken gemacht. Es gibt einen gewissen Trainerpulk. Jetzt gilt es, die richtigen Leute auszuwählen.

 

Berkutschi: Es gab Gerüchte, dass Lukasz Kruczek als persönlicher Trainer von Kamil Stoch weiterarbeiten soll. Ist das ein Thema?
Horngacher: Ich würde mich grundsätzlich sehr freuen, wenn Lukasz uns erhalten bleibt. Er bringt sehr viel Erfahrung mit und kennt das polnische Skispringen perfekt. In welcher Funktion das wäre, müssen wir noch besprechen.

 

Berkutschi: Zum Schluss noch eine persönliche Frage: Werden Sie mit der neuen Aufgabe auch ihren Lebensmittelpunkt nach Polen verlegen?
Horngacher: Nein, meine Familie wird weiterhin in Deutschland leben. Ich habe Kinder, die zur Schule gehen. In diesem gewohnten Umfeld sollen sie auch bleiben. Man weiß auch nicht, wie lange eine solche Tätigkeit Bestand hat. Ich werde zwischen Deutschland und Polen pendeln.

 

Berkutschi: Vielen Dank und viel Erfolg für die Zukunft in Polen!

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