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Team Norwegen fliegt zu Gold in Planica

Erstellt am: 13.12.2020 18:42 / sk
1
Norwegen
1727.7
2
Deutschland
1708.5
3
Polen
1665.5

Die Skiflug-WM in Planica (SLO) ist am Sonntag mit einem großartigen Team-Wettkampf zu Ende gegangen. Wie bereits am Samstag brachte erst der letzte Sprung des hochspannenden Wettkampfes die Entscheidung. Anders als am Samstag hatte am Sonntag aber der überragende Norweger Halvor Egner Granerud mit seinem Team aus Norwegen die Nase vorn. Karl Geiger wurde mit dem deutschen Team zweiter vor der Mannschaft aus Polen.

Für Norwegen ist es bereits der fünfte WM Titel im Skifliegen, den Daniel Andre Tande, Johann Andre Forfang, Robert Johansson, Halvor Egner Granerud in dem spannenden Wettkampf gewinnen konnten. Norwegen hatte bereits bei den Skiflug-Weltmeisterschaften 2016 und 2018 den Mannschaftstitel gewonnen.

Am Ende machte Halvor Egner Granerud den Unterschied im Zweikampf der beiden Teams. Der Silbermedaillengewinner des Vortages sammelte mit Abstand die meisten Punkte: 488,4, das waren deutlich mehr als Karl Geiger (456,7) und Markus Eisenbichler (453,9) die in einer virtuellen Einzelwertung die Plätze zwei und drei hinter Granerud belegt hätten.

Ausser Johann Andre Forfang gelang allen Norwegern eine Top-Leistung, so dass Forfang sich sogar einen Ausrutscher im Finaldurchgang leisten konnte. „Ich habe nicht gut geschlafen in den letzten Nächten, weil die anderen im Team gut gesprungen sind und ich nicht. Das hat mich gestresst. Im ersten Durchgang lief es dann gut, im Zweiten bei mir leider nicht. Aber wir sind Weltmeister, das zählt,“ erklärte Johan Andre Forfang für die Norweger nach dem Wettkampf.

Karl Geiger, Markus Eisenbichler, Constantin Schmid, Pius Paschke

 

„Wir hatten heute die Chance zu gewinnen, das hat heute leider nicht geklappt, vielleicht beim nächsten Mal,“ erklärte Constantin Schmid, Youngster im Team der deutschen Mannschaft. „Für mich persönlich ist es die erste Medaille überhaupt, ein großer persönlicher Erfolg, ich lache unter meiner Maske,“ freute sich Schmid nach dem Springen. Constantin Schmid, Pius Paschke, Markus Eisenbichler und Karl Geiger sorgten für einen packenden Kampf mit den Wikingern bis dann Granerud mit seinem überragenden Finalsprung für die Entscheidung sorgte.

Piotr Żyła, Andrzej Stekala, Dawid Kubacki, Kamil Stoch

 

Platz drei ging an das Team aus Polen: „Ich bin stolz, dass wir hier eine Medaille gewogen haben. Mit meinen Sprüngen bin ich nicht zufrieden, ich hatte mir viel mehr vorgenommen. Allerdings habe ich seit dem ersten Tag hier in Planica Rückenprobleme. Der Dank geht an meine Teamkollegen, die haben hier heute einen tollen Job gemacht“, sagte Dawid Kubacki stellvertretend für das polnische Team.

Daniel Andre Tande, Johann Andre Forfang, Robert Johansson, Halvor Egner Granerud

 

Mit Platz vier gab es für das von Robert Hrgota geführte Team der Slowenen einen versöhnlichen Abschluss, auch wenn die erhoffte Medaille ein Wunsch blieb. Immerhin konnte Anze Lanisek endlich sein Potenzial zeigen und einen bärenstarken Wettkampf abliefern.

Japan, Österreich, Russland und Finland folgten auf den Plätzen 5 - 8. Das Team aus Österreich war durch die Covid-19 Infektionen der vergangenen Wochen und den Ausfall von Stefan Kraft nach Rückenproblemen ohne echte Chance auf einen Spitzenplatz.

 

Für die Skispringer steht am kommenden Wochenende der Weltcup in Engelberg (SUI) auf dem Programm.

 

Komplettes Ergebnis