Nika Vodan feiert Grand-Prix-Sieg in Wisła
Wisła (POL), 2. August 2026 – Mit einem überzeugenden Auftritt hat sich die Slowenin Nika Vodan den Sieg beim zweiten Wettbewerb des FIS Sommer Grand Prix 2026 in Wisła (POL) gesichert. Zahlreiche Zuschauer erlebten an der Adam-Małysz-Schanze einen hochklassigen Wettkampf bei guten Bedingungen, der den Abschluss des ersten Grand-Prix-Wochenendes bildete.
Vodan, die am Vortag nach einem technischen Fehler mit Rang vier vorliebnehmen musste, zeigte diesmal zwei konstant starke Sprünge. Mit 127,3 Punkten im ersten und 114,9 Punkten im zweiten Durchgang erzielte sie 242,2 Gesamtpunkte und sicherte sich ihren ersten Grand-Prix-Sieg des Sommers.
Rang zwei ging an die Japanerin Yuki Ito, die mit 114,8 und 119,2 Punkten auf 234,0 Gesamtpunkte kam. Das Podium komplettierte die Norwegerin Silje Opseth mit 112,4 und 115,4 Punkten, was 227,8 Punkte bedeutete.
Knapp am Podest vorbei sprang die Französin Joséphine Pagnier, die nach ihrem dritten Platz am Samstag erneut ihre starke Form unter Beweis stellte und Vierte wurde. Eine überzeugende Leistung zeigte auch die Norwegerin Eirin Maria Kvandal, die nach ihrem Startverzicht am Vortag mit Rang sechs ein gelungenes Comeback feierte. Für eines der besten Ergebnisse ihrer Karriere sorgte die Chinesin Ping Zeng, die mit Platz sieben ein weiteres Ausrufezeichen setzte.
Aus deutscher Sicht verlief der Wettbewerb durchwachsen. Juliane Seyfarth belegte als beste DSV-Springerin Rang 15. Alvine Holz wurde 20., Anna-Fay Scharfenberg erreichte Platz 21 und damit ebenfalls den Finaldurchgang. Anne Haeckel (31.) und Julina Kreibich (32.) verpassten als einzige deutsche Athletinnen den Einzug in den zweiten Durchgang.
Nicht am Start war Gesamtweltcupsiegerin Nika Prevc, die auf einen Start beim Auftaktwochenende in Wisła verzichtete.
Mit ihrem Sieg übernimmt Nika Vodan auch die Führung in der Gesamtwertung des FIS Sommer Grand Prix nach zwei Wettbewerben. Auf Rang zwei folgt ihre slowenische Teamkollegin Ema Klinec, die den ersten Wettbewerb am Samstag gewonnen hatte.
Nach ihrem Erfolg zeigte sich Vodan zufrieden:
„Ich bin glücklich mit dem Sieg, nachdem ich gestern nach einem schweren technischen Fehler auf Platz vier gelandet war. Das hier ist eine gute und wichtige Standortbestimmung. Ich werde auf den Start am kommenden Wochenende in Courchevel verzichten.“
Nach dem Auftaktwochenende in Polen wird der FIS Sommer Grand Prix am kommenden Wochenende in Courchevel (FRA) fortgesetzt. Dort stehen erneut jeweils zwei Einzelwettbewerbe für Frauen und Männer auf dem Programm.
Das sagen die Top3 nach dem Wettkampf
Hier ist eine flüssige und journalistisch saubere deutsche Übersetzung der Aussagen:
Nika Vodan (SLO), Siegerin:
„Gestern habe ich im ersten Durchgang einen großen Fehler gemacht, deshalb war ich mit meinem Wettkampf nicht zufrieden. Über meinen zweiten Sprung habe ich mich allerdings sehr gefreut und wusste, dass ich damit eine gute Ausgangsposition für heute habe. Heute ist mir dann einfach alles gelungen. Ich weiß selbst nicht genau, wie, aber ich habe drei wirklich gute Sprünge gezeigt und bin damit sehr zufrieden. Das bestätigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin.“
Yuki Ito (JPN), Zweite:
„Grundsätzlich war meine Form schon in den vergangenen Tagen gut, allerdings waren die Windbedingungen wechselhaft. Heute habe ich mich deshalb ganz auf meine Technik konzentriert und bin mit meiner Leistung sehr zufrieden. Es war mein letzter Sommer-Grand-Prix in Wisła und ich habe mich sehr gefreut, noch einmal vor den begeisterten Skisprungfans in Polen springen zu dürfen. Die Goldmedaille bei Weltmeisterschaften fehlt mir noch – darauf möchte ich meinen Fokus legen. Außerdem stehen in diesem Winter auch Skiflug-Wettkämpfe auf dem Programm. Dort möchte ich noch weitere und weitere Sprünge zeigen.“
Silje Opseth (NOR), Dritte:
„Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Im ersten Durchgang habe ich mich heute etwas schwergetan und konnte meine Sprünge nicht so umsetzen, wie ich es mir vorgenommen hatte. Der zweite Durchgang war deutlich besser. Nach den Erfahrungen von gestern neige ich dazu, am zweiten Wettkampftag etwas mehr Druck zu verspüren. Umso zufriedener bin ich, dass ich das im Finaldurchgang gut in den Griff bekommen habe.“
