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Adam Malysz analysiert den Weltcup-Auftakt

Erstellt am: 29.11.2016 11:33 / sk

Adam Malysz, Skisprung-Legende aus Polen, war am vergangenen Wochenende zum ersten Mal in seiner neuen Funktion als Direktor-Koordinator der Skispringer des polnischen Ski Verbandes beim Weltcup.

"Ich sehe mich in dieser Funktion aber nicht hinter einem Schreibtisch sitzen und Dokumente unterschreiben oder nur E-Mails versenden. Natürlich muss ich auch solche Arbeit machen, aber wenn ich bei Wettkämpfen dabei bin, versuche ich, so viel wie möglich zu helfen. Wenn der Trainer mir sagt, dass ich helfen soll, bin ich bereit. Ich habe keine Angst vor der Arbeit, im Gegenteil, ich fühle mich geschätzt und gebraucht. Das bring Ergebnisse" - sagte er nach den Wettbewerben im finnischen Kuusamo.

So sah man den neuen Direktor-Koordinator dann auch während der Wettkämpfe von Ruka im Dauereinsatz, unter anderem beim Transport von Athleten-Equipment an der Schanze.

 

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Beim Trainingsgeschehen im Team der polnischen Skispringer wird Malysz nicht mitreden, „wir haben ein System bei dem ich mich nicht ins Training einmische. Die Trainingspläne sind klar definiert. Wenn ich etwas sehe kann ich den Trainern mein Feedback geben. Wenn mich ein Springer nach meiner Einschätzung fragt, werde ich diese gerne sagen, aber das Training macht der Trainer, das gehört nicht zu meinen Kompetenzen. Die Athleten wissen, wer ihr Trainer ist“ erklärt Malysz die Situation im Team.

 

Tolle Wettkämpfe trotz schwieriger Bedingungen

Adam Malysz hat für uns das erste Wochenende des Winters in Ruka analysiert. "Der erste Gewinner des vergangenen Wochenendes waren sicher die finnischen Veranstalter. Die Vorhersage war, besonders für den Samstag, sehr schwierig gewesen. Die Wettkämpfe konnten dann aber erstaunlich störungsfrei durchgeführt werden. Es hat geschneit, es war windig, man brauchte ein bisschen Glück, aber wir haben zwei tolle Wettkämpfe gesehen.

Die Schanze ist die gleiche, aber die Anlaufspur und das Windnetz sind neu. Die Investition von ca. 1 Mio Euro hat sich offenbar ausgezahlt. Die Probleme vom vergangenen Jahr, wo die Spur mal zu weich und mal zu hart war, wird es nicht mehr geben. Das Windnetz hat nach meiner Einschätzung auch gute Dienste geleistet. Ich gehe davon aus, dass hier auch im kommenden Winter wieder Wettkämpfe stattfinden werden. Das war also ein erfolgreiches Wochenende für die finnischen Veranstalter.

 

Der Weltcup wird spannend - zu früh für einen klaren Favoriten

Sportlich gesehen war die Konkurrenz wirklich stark. Ich hätte nicht erwartet, dass Severin Freund nach seiner Verletzung so stark springt. Jetzt bin ich gespannt, wie viel Kraft er hat, denn er hat sehr spät mit dem Training begonnen, deshalb ist er frisch und er hat ja auch gesagt, dass er die Schanze in Ruka sehr mag. Ich wünsche Severin Freund das Beste. Man wird in den nächsten Wettkämpfen beobachten können, ob er das enorme Niveau des Auftakts auch in den kommenden Wettkämpfen zeigen kann. Die Prevc Brüder haben sich sehr stark präsentiert, das hat mich beeindruckt. Und natürlich die Österreicher und die Norweger waren stark. Es gibt für mich derzeit keinen Favoriten von dem man sagen könnte, der springt allen anderen davon. Auch wenn Severin Freund der überragende Mann in Ruka war, das Feld ist dicht zusammen und der Weltcup dürfte sehr spannend werden.

 

Zufrieden mit dem Auftakt für das polnische Team

Das polnische Team hat gut begonnen. Ich denke, dass das Team von Stefan Horngacher in diesem Winter eine gute Rolle spielen wird. Maciej Kot war im Sommer sehr gut, er weiß, was er im Winter leisten kann. Ich glaube, dass er sich steigern wird. Im zweiten Sprung am Samstag hat es zunächst so ausgesehen, als ob er einen Fehler hatte, bei der Analyse hat sich dann aber gezeigt, dass er wirklich ungünstige Windverhältnisse hatte. Maciej liegt nach dem ersten Wochenende in den Top-10, das ist ein guter Start.

Grundsätzlich war das ein guter Auftakt der polnischen Skispringer, man muss zu Beginn geduldig sein, nicht nervös werden. Ich habe mit Stefan Horngacher gesprochen, das Niveau des Teams ist höher, als es am ersten Wochenende an den Ergebnissen abzulesen war. Ich bin ganz entspannt und fest überzeugt, dass wir bei den kommenden Wettkämpfen gut abschneiden werden. Jetzt geht es nach Klingenthal und diese Schanze liegt unserem Team. Wir hoffen auf gute Bedingungen und dann werden wir sicher auch einen polnischen Springer auf dem Podium sehen“ schließt Adam Malysz seine Einschätzung.

 

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