Strøm dominiert in Courchevel – klarer Sieg für Norwegens Doppel-Olympiasiegerin
COURCHEVEL (FRA) – Anna Odine Strøm hat den ersten Frauen-Wettkampf beim FIS Grand Prix in Courchevel eindrucksvoll für sich entschieden. Die Norwegerin setzte sich mit deutlichem Vorsprung vor der Japanerin Yuki Ito und ihrer Teamkollegin Ingvild Synnoeve Midtskogen durch. Für Strøm war es ein perfekter Einstieg in den Grand Prix 2026, nachdem sie beim Auftakt in Wisła noch nicht am Start gewesen war.
Bei hochsommerlichen Bedingungen und vor rund 4.000 Zuschauern präsentierte sich Strøm auf der Großschanze von Courchevel von Beginn an in herausragender Form. Die Norwegerin übernahm mit einem Sprung auf 129,0 Meter und 122,9 Punkten bereits im ersten Durchgang deutlich die Führung. Im Finale bestätigte sie ihre starke Leistung mit 128,5 Metern und weiteren 118,2 Punkten. Mit insgesamt 241,1 Punkten feierte Strøm einen überlegenen Sieg.
Auf Rang zwei landete Yuki Ito. Die erfahrene Japanerin kam auf 130,5 und 133,0 Meter und erzielte 110,2 beziehungsweise 116,7 Punkte. Mit insgesamt 226,9 Punkten lag Ito am Ende 14,2 Punkte hinter Strøm. Besonders ihr zweiter Sprung auf 133 Meter, mit dem sie den bestehenden Schanzenrekord einstellte, unterstrich ihre starke Form.
Für ein starkes norwegisches Mannschaftsergebnis sorgte Ingvild Synnoeve Midtskogen auf Platz drei. Die 18-Jährige sammelte für ihre Sprünge auf 119,0 und 127,5 Meter 106,9 und 113,5 Punkte und kam auf insgesamt 220,4 Punkte.
Hinter dem Spitzentrio belegte die Japanerin Kurumi Ichinohe mit 203,0 Punkten Rang vier. Grand-Prix-Auftaktsiegerin Ema Klinec aus Slowenien wurde mit 202,2 Punkten Fünfte, unmittelbar vor der Japanerin Ringo Miyajima. Lokalmatadorin Josephine Pagnier sorgte im ersten Durchgang für Begeisterung, als sie mit 127,5 Metern auf Rang zwei lag. Im Finale fiel die Französin nach 112,5 Metern jedoch noch auf Platz sieben zurück.
Österreich mit Wiegele in den Top 10
Beste Österreicherin war Hannah Wiegele, die mit Sprüngen auf 124,5 und 125,5 Meter einen starken achten Platz belegte. Julia Mühlbacher erreichte Rang 16. Damit schafften beide österreichischen Starterinnen den Sprung in den Finaldurchgang.
Schwieriger Wettkampf für das deutsche Team
Für das deutsche Team verlief der Wettkampf dagegen durchwachsen. Beste Deutsche war Selina Freitag auf Platz 18. Nach starken 127,5 Metern lag Freitag zur Halbzeit noch auf Rang sechs und damit in aussichtsreicher Position. Im Finale kam sie jedoch nur auf 99,0 Meter und fiel deutlich zurück.
Alvine Holz belegte Platz 21, Agnes Reisch wurde 24.. Den Finaldurchgang verpassten Juliane Seyfarth auf Platz 32, Emely Torazza auf Rang 33 und Kim Amy Duschek auf Platz 38.
Die Gesamtweltcupsiegerin Nika Prevc aus Slowenien war in Courchevel nicht am Start.
Die Bedingungen in den französischen Alpen präsentierten sich ausgezeichnet. Bei Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen erlebten rund 4.000 Zuschauer den Wettkampf auf der Tremplin-du-Praz-Schanze. Die offizielle Ergebnisliste weist zu Wettkampfbeginn 26,8 Grad Celsius aus. Der Wind blieb insgesamt gut beherrschbar, sodass beide Durchgänge ohne größere Unterbrechungen durchgeführt werden konnten.
„Ich bin froh und glücklich, dass mir so ein guter Start in den Grand Prix 2026 gelungen ist. Ich war ja in Wisła noch nicht am Start. Jetzt hoffe ich, dass ich morgen auf den Sprüngen von heute aufbauen kann und es wieder ein toller Wettkampf wird“, erklärte Siegerin Anna Odine Strøm nach ihrem Erfolg.
Der FIS Ski Jumping Grand Prix 2026 wird bereits am Sonntag in Courchevel fortgesetzt. Für Frauen und Männer steht jeweils ein weiterer Einzelwettkampf auf dem Programm.
Insgesamt umfasst der Grand Prix 2026 vier Stationen: Wisła (POL), Courchevel (FRA), Râșnov (ROU) und Klingenthal (GER).