Norweger fliegen zu Team Gold

Erstellt am: 21.01.2018 17:47 / sk Nor1
1
No
Norwegen
1662.2
2
Si
Slowenien
1615.8
3
Pl
Polen
1592.1

Die Mannschaft aus Norwegen, mit Robert Johansson, Andreas Stjernen, Johann Andre Forfang und Daniel Andre Tande, hat den Titel des Skiflugweltmeisters 2018 gewonnen. Mit 1662.2 flogen die Norweger wie erwartet bärenstark und ließen der Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance. Auf den Plätzen zwei und drei landeten die Teams aus Slowenien und Polen, die Deutschen Weitenjäger gingen leer aus.


Für den neuen und alten Team-Weltmeister war es bereits der vierte Titel nach 2004, 2006 und 2016. Mit dem Titelgewinn ist Norwegen mit vier Titeln Rekordhalter vor Österreich, das bisher drei Erfolge im Teamfliegen auf dem Konto hat. "Für mich war es der erste Teamwettkampf bei Weltmeisterschaften und deshalb war ich auch etwas nervös vorher. Es ist eine Ehre für mich in diesem Team zu stehen. Es ist schwer zu sagen, was unser Geheimnis ist. Wir arbeiten viel an unseren Flugfähigkeiten und dann kommen wir mit Selbstvertrauen an die größeren Schanzen“, erklärte Robert Johansson nach dem Wettkampf.

 

Für das Team aus Slowenien (Jernej Damjan, Anze Semenic, Domen Prevc, Peter Prevc) bedeutete die Silbermedaille zum zweiten Mal einen Podiumsplatz bei einer Skiflug-WM. Der 18-jhrige Domen Prevc überzeugte mit seinen Flügen und war neben Anze Semenic der Garant für den Erfolg des Teams von Coach Goran Janus: "Natürlich ist es toll so kurz vor Olympia eine Silbermedaille zu gewinnen. Aber wir müssen es Schritt für Schritt angehen und weiter arbeiten. Ehrlich gesagt weiß ich nicht warum es für mich heute viel besser gelaufen ist als gestern. Ich bin schon im Probedurchgang über 200 m gesprungen und von da an war alles leicht. Zu Beginn der Saison war ich in keiner guten Form und ich bin nicht gut gesprungen, das war der Hauptgrund warum ich nicht im Weltcup gestartet bin“, so Domen Prevc.

 

Auch das Polnische Team um Silbermedaillengewinner Kamil Stoch durfte sich über Edelmetall freuen, Platz drei für Stefan Hula, Dawid Kubacki, Piotr Zyla und Kamil Stoch. "Ich freue mich sehr über diese Bronzemedaille. Es ist die erste für das Team bei einer Skiflug-WM und das ist toll. Wenn jemand aus dem Team eine Medaille macht ist das immer eine extra Motivation und Kamil macht einen guten Job uns zu motivieren. Ein Danke an die polnischen Fans die hier waren und uns unterstützt haben, auch an die vorm Fernseher. Das ist immer schön für uns. Bei Olympia ist es ein neuer Wettkampf, aber wir haben eine starke Mannschaft und wollen auch dort gut springen", so Publikumsliebling Piotr Zyla.

 

Ohne Medaille bleiben dagegen Andreas Wellinger, Markus Eisenbichler, Richard Freitag und Stephan Leyhe: "Platz vier ist eigentlich ein ganz gutes Ergebnis, es war ein zähes Ringen um die Medaillen. Die Chance auf Silber war da, aber da hätten wir noch konstanter springen müssen. Wir haben keinen schlechten Wettkampf gemacht aber es hat halt nicht gereicht. Es war keine schlechte WM, wir haben eine Medaille gemacht und Richard Freitag hatte ein tolles Comeback. Die Sprünge von Andreas Wellinger und Markus Eisenbichler waren nicht so konstant, Stephan Leyhe hatte extrem schwierige Verhältnisse im zweiten Durchgang heute“, erklärte Bundestrainer Werner Schuster den vierten Platz des Teams.

Richard Freitag, Einzelmedaillengewinner vom Samstag, war erneut bester Athlet in Reihen des DSV: "Die letzten Wettkämpfe haben gezeigt wie stark die Norweger im Team sind, Slowenien ist im Skifliegen auch immer vorne dabei. Wir haben halt heute den Schritt aufs Podium leider nicht geschafft. Das ist auf der einen Seite ärgerlich, auf der anderen Seite motiviert es auch weiterzuarbeiten. Im nächsten Teamwettkampf werden wir wieder angreifen, auch wenn wir jetzt enttäuscht sind. Vor meinem letzten Sprung habe ich runtergeschaut und gedacht: Was für ein geiles Event, was für ein geiles Wochenende“, so Freitag.

 

Die Teams aus Österreich, der Schweiz, Russland und Finnland landeten auf den Plätzen 5-8.

 

Der Weltcup der Skispringer geht am kommenden Wochenende in Zakopane (POL) weiter. Dort erwartet Athleten und Fans ein Hexenkessel mit über 100.000 Zuschauern. Bereits die Qualifikation am Freitag ist restlos ausverkauft.

 

Komplettes Ergebnis