Nachtspringen unter Flutlicht sind im Weltcup zur Regel geworden: Viele Wettkämpfe beginnen am späten Nachmittag oder Abend, damit sie zur besten Sendezeit laufen und Zuschauer nach der Arbeit ins Stadion kommen. Bischofshofen, Willingen, Zakopane und Lillehammer sind für Abendspringen bekannt. Das Flutlicht sorgt für gleichmäßige Sicht, verändert aber die Tiefenwahrnehmung; sinkende Temperaturen machen die Spur schneller und die Luft dichter, der Wind beruhigt sich oft nach Sonnenuntergang. Die Beleuchtung muss Anlauf, Hang und Auslauf gleichmäßig ausleuchten, ohne zu blenden, moderne Anlagen nutzen flackerfreie LED-Systeme. Kritiker verweisen auf den Energieverbrauch, Veranstalter sehen in Abendwettkämpfen die Zukunft des Sports.