Skispringen ist ein Sport der Nerven: wenige Sekunden pro Sprung, keine Korrektur im Flug, lange Wartezeiten zwischen den Durchgängen. Mentaltraining hilft, Konzentration und Selbstvertrauen zu bewahren, und gehört in allen Spitzenteams zum Plan. Typische Methoden sind Visualisierung des perfekten Sprungs, Atemtechniken auf dem Balken und feste Routinen vom Anlegen der Ski bis zum Start, damit der Körper das automatisierte Programm abrufen kann. Viele Springer arbeiten mit Sportpsychologen, auch bei Formkrisen und nach Stürzen, denn Angst vor großen Schanzen kann Karrieren beenden. Sven Hannawalds Burnout schärfte den Blick auf psychische Gesundheit. Wer auf dem Balken Ruhe findet, springt weiter.