Das Körpergewicht ist im Skispringen ein sensibles Thema, weil weniger Gewicht mehr Weite bringt. In den 1990er Jahren waren Springer extrem leicht, teils mit gesundheitlichen Folgen; die BMI-Regel von 2004 setzte Grenzen, indem sie die Skilänge an den Body-Mass-Index koppelt. Seither ist Ernährungsmanagement ein Balanceakt zwischen Regelgrenze, Absprungkraft und Gesundheit. Athleten arbeiten mit Ernährungsberatern, essen proteinreich und halten das Gewicht konstant, weil Unterschreiten kürzere Ski und Überschreiten Weite kostet. Verbände setzen im Nachwuchs auf Aufklärung, Essstörungen werden offener angesprochen, sportmedizinische Untersuchungen sind Pflicht. Studien zeigen, dass die Regel den Sport gesünder gemacht hat: Die Athleten sind heute athletischer und leistungsfähiger.