Bei der Weltmeisterschaft 2025 in Trondheim wurde der größte Manipulationsfall der jüngeren Skisprung-Geschichte aufgedeckt. Videoaufnahmen zeigten, wie Betreuer des norwegischen Teams Sprunganzüge nachträglich veränderten: Im Schrittbereich waren zusätzliche Nähte eingezogen, was Spannung und Auftrieb veränderte. Die FIS disqualifizierte Marius Lindvik und Johann André Forfang nachträglich, Lindvik verlor seine Silbermedaille; Cheftrainer und Materialverantwortlicher wurden suspendiert, der Verband räumte den Betrug ein. Als Konsequenz führte die FIS zur Saison 2025/26 chipmarkierte, zentral registrierte Anzüge und 3D-Körperscans ein. Trondheim gilt als Wendepunkt, an dem der Sport seine Materialregeln grundlegend überprüfen musste.