Österreicher trainieren am Gletscher

Erstellt am: 17.05.2018 10:54 / sk 32417999 10155646653423786 1995960925533765632 n kopie 12.06.33 kopie

Das erste Trainingslager unter dem neuen Cheftrainer Andreas Felder absolvierten die österreichischen Skispringer in dieser Woche am Stubaier Gletscher in Tirol, wo auf selbstgebauten Schanzen die ersten Schneesprünge der Saison gemacht wurden.


Neben Stefan Kraft, Michael Hayböck, Gregor Schlierenzauer, Manuel Fettner und Clemens Aigner, sowie der Damenmannschaft rund um Daniela Iraschko-Stolz, war auch Andreas Kofler mit dabei. Der Routinier hatte die gesamte letzte Saison auf Grund einer Autoimmunerkrankung verpasst. "Ich habe sicher keine einfache Zeit hinter mir, aber ich habe es so gut überstanden, wie es nur gegangen ist. Ich habe mir hier am Gletscher am Anfang schon noch schwergetan, aber ich habe dann immer besser meinen Rhythmus und die richtige Balance bei den Sprüngen gefunden. Gesundheitlich bin ich noch nicht ganz bei 100 Prozent, aber ich fühle mich wieder gut und kräftig – und ich bin mir sicher: Je länger die Vorbereitung dauert, desto besser geht es mir", so Andreas Kofler.

 

Andreas Felder geht nach diesem ersten gemeinsamen Trainingslager zuversichtlich an die kommenden Aufgaben: "Der erste Trainingskurs war vor allem ein gegenseitiges Kennenlernen und wir haben geschaut, dass wir in verschiedenen Bereichen schnell die richtige Abstimmung finden. Es war ja das erste Mal, dass die Mannschaft mit uns als neuem Trainerteam über mehrere Tage zusammengearbeitet hat. Ich glaube, die Burschen und auch wir Trainer konnten alle viel mitnehmen. Die Woche hier oben am Gletscher stimmt mich sehr optimistisch für die neue Saison."  

 

Auch den Athleten gefiel dieser etwas ungewöhnliche Start in die Vorbereitung.  "Vorige Woche war ich noch mit der Badehose im Garten, diese Woche im Skigewand am Gletscher. Das war schon ungewöhnlich. Mit den Sprungskiern am Schlepplift – das war eine spannende, neue Erfahrung. Das hat sicher komisch ausgeschaut. Normalerweise brennen wir mit 100 km/h die großen Schanzen hinunter und sind fünf Meter in der Luft, hier waren wir auf absoluten Minischanzen unterwegs. Aber man muss immer wieder für neue Sachen offen sein und der erste Kurs war absolut positiv", sagte Stefan Kraft.

Teamkollege Gregor Schlierenzauer fügte hinzu: "Spannend war es. Das Motto war: Zurück zu den Basics. Ich finde es sehr gut, dass wir hier am Stubaier Gletscher um die Jahreszeit noch trainieren konnten und auf diese Weise in die Heim-WM-Saison starten. Wir hatten dabei die Aufgabe auf kleinen Schanzen zu fahren und das Gefühl für die Hocke, das Gleiten und auch den natürlichen Absprung zu finden. Man lernt mit jedem Trainer etwas Neues dazu."

 

Nicht so optimal beginnt die Vorbereitung auf die Saison 2018/19 mit der WM in Seefeld als dem großen Highlight für Daniel Huber. Der 25-jährige musste sich am Dienstag einer Meniskus-Operation unterziehen und wird nun vier bis sechs Wochen ausfallen.

 

Photo 1: Instagram / Skijumping Austria

Neueste Nachrichten